[Rezension] John la Galite - "Zacharias"

John la Galite - Zacharias
Roman

Verlag: Europa Verlag
Umschlaggestaltung: Christine Paxmann, München
Titelfoto: Aibi Mann
ISBN-13: 978-3-203-79504-1
Seiten: 202 Seiten
Erschienen: 2005

Buchrückentext 
„Die paranoide Welt der Vorstadt gespiegelt in den Augen eines sensiblen und intelligenten Junge. Auf Augenhöhe mit Zacharias gerät die Jagd macht dem Mörder zu einem verstörenden und literarisch hochklassigen Vexierbild voller Abgründe und Unwägbarkeiten. Gnadenlos und mit einer ihm ganz eigenen Logik ermittelt Zacharias, dringt in das Leben seiner Nachbarn ein und kommt schließlich dem Mörder bedenklich nahe. Aber vielleicht weiß er mehr, als der dem Leser erzählt…“

Meine Meinung
Vielleicht hatte ich einfach die falschen Erwartungen an dieses Buch, denn leider hat es mir gar nicht gefallen und wäre es nicht ein so dünnes Büchlein gewesen, hätte ich es sicher abgebrochen.

Dabei ist die Geschichte sehr interessant, nur die Umsetzung hat mir leider nicht gefallen. Aus Sicht des 12 Jahre alten Zacharias ist dieses Buch geschrieben, in dem er versucht, den Mörder mehrerer Frauen zu finden, denn Zacharias hat Angst um seine eigene Mutter. Dabei hilft ihm Jakob,  ein Polizist, der kürzlich in das Haus eingezogen ist, nach einem schweren Unfall jedoch querschnittsgelähmt ist und somit den Täter nicht stellen kann. Die Geschichte ist wirklich subtil und hat gerade am Ende doch noch eine Überraschung auf Lager. Dennoch konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Das liegt aber vor allem an dem wenig eingängigen Schreibstil, der mir einfach nicht gefallen hat und der meinen Lesefluss sehr gestört hat. Die Sätze sind kurz und abgehackt, ich fühlte mich gehetzt mit diesen hektischen Sätzen und leider entsteht dadurch auch in der Geschichte einfach kein Fluss. Dazu kommt noch, dass die Geschichte etwas Zeit braucht, um überhaupt in Fahrt zu kommen, denn erst ab der Hälfte des Buches wird es dann endlich spannender.

In Zacharias konnte ich mich leider nicht reinversetzen – nicht nur ist er mir nicht sympathisch oder gar ans Herz gewachsen mit seinen gerade mal 12 Jahren, ich konnte auch seine Denkweise und sein Handeln nicht verstehen. Und leider blieben mir auch die anderen Charaktere alle merkwürdig fremd. Ich fühlte mich einfach nicht als Teil der Geschichte, sondern immer wie ein Betrachter von außen, wie ein Fremder, der distanziert die Geschehnisse beobachtet.

Mich konnte dieses Buch leider nicht begeistern, obwohl die Thematik durchaus interessant klang. Leider hat mir die Umsetzung gar nicht gefallen. Wäre das Buch nicht so dünn gewesen, hätte ich es sicherlich abgebrochen, so habe ich aber durchgehalten und bin am Ende doch noch überrascht worden.


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